Pitigliano

Wenn man den Ort von der Kirche Chiesa della Madonna delle Grazie betrachtet, die als Votivgabe angesichts der Pest von 1527 geweiht wurde, und wenn die Sonne im Untergang begriffen ist, dann bietet Pitigliano einen unvergesslichen Anblick. Ebenso wie Orvieto, doch ursprünglicher und mit der Natur enger verbunden durch die tief verwurzelte Vegetation ringsum, durch die grauen Felsen, die senkrecht zu den Einschnitten der Straße stehen. Ein Ort von Licht und Schatten der sich nur dem Himmel gegenüber lebhaft abgrenzt, in Winkel und Quader geteilt ist und deren menschlicher Sinn erst erfassbar wird durch die unterbrochenen Linien der Dächer, der Burg und des Lilienturms nach florentiner Art.

Hier weht der Wind von Gesellschaft und Kultur, die dem unvorhersehbaren Wandel der Zeiten unterworfen sind. Hier finden wir Zeugnisse der prähistorischen Zeit mit den erst kürzlich zurückliegenden Funden aus dem Äneolithikum, etruskische Zeugnisse aus der Zeit von Vulci, den frühantiken Zeiten, einige griechische Erzeugnisse und solchen aus den Zeiten der Römer, die die Völker unter eine gemeinsame Ordnung stellten. Wir finden sie aus der mittelalterlichen Zeit der Aldobrandeschi, der größten Dynastie Mittelitaliens, welche die Maremma ein halbes Jahrtausend beherrschten, aus Zeiten der römischen Adelsfamilie der Orsini in der Renaissance, die von der Rache des Papstes Alessandro VI und seines Sohnes Valentino dahingemeuchelt wurde, und dann nach einer kurzen seneser Präsenz die der Medici und ihrer Erben, der Lothringer. Ganze 3500 Jahre!

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